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Unsere Peer-Beratungsstellen – Beratung für Varianten der Geschlechtsentwicklung, Transsexualität, Transidentität

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Die VDGE e.V. hat im gesamten Bodenseeraum und darüber hinaus offizielle Peerberatungsstellen für Menschen mit Variante der Geschlechtsentwicklung, also Transsexualität, Transidentität und Intersexualität, eingerichtet. Diese Kontakt- und Beratungsstellen wurden eingerichtet in Kooperation mit dem Verein Beratungsstellen geschlechtliche Vielfalt (BgV) und Unterstützung des JBI Centre for Evidenced Based Gender Health Care (TU Darmstadt, Universität Frankfurt a.M., Universität Rostock und evangelische Hochschule Darmstadt), sowie in Kooperation mit dem Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg.

Die Beratungsstelle geschlechtliche Vielfalt e. V. (BgV) hat u. a. den Schwerpunkt der Vermittlung der Beratungs- und Gesundheitskompetenz. Die Qualität der Beratung wird durch regelmäßige Schulung, Inter- und Superversion sichergestellt. Alle Peer-Beratende sind auch Mitglieder des BgVs.

Evidenzbasierte Medizin und versicherungsmedizinische Kompetenz ist die zweite Säule der BgV.

Die Leitung dieser Peerberatungsstellen erfolgt durch Beratende, die selbst Betroffene sind und die eine gründliche spezielle Ausbildung in evidenzbasierten Gesundheitsversorgung absolviert haben. Diese Ausbildung und die damit zusammenhängende Supervision befähigt sie zu qualifizierter Beratungsarbeit. Mit der Unterstützung von Geschlechtsmedizinerin Frau Dr. Dr. Claudia Haupt (Leitung) und ihrem BgV-Ärzt*innen-Team als Wissenschaftliche und Medizinische Supervisorinnen, findet hier jede*r Mensch mit einer Variante der Geschlechtsentwicklung, also Transsexualität, Transidentität und Intersexualität und Angehörige, Freund oder Bekannter, die Hilfe und Unterstützung, die sie oder er braucht. Frau Dr. Haupt ist Chefärztin der medizinischen Fachstelle für Transgenderpersonen Luzern und Ärztliche Leiterin der unserer Trans-Beratungsstellen der VDGE e.V. (Luzern, Konstanz, Stockach, VS, Mpnchen, Nürnberg, Mannheim und Berlin). Sie hat sich zusammen mit ihren Mitstreiter*innen im BgV, JBIC Centre und der Cochrane Collaboration dem internationalen Aufbau einer evidenzbasierten Geschlechtsmedizin verschrieben.

Unter der Aufsicht und mit Unterstützung von Frau Dr. Haupt als wissenschaftliche und medizinische Supervisorin machen wir, die VDGE e.V., nicht nur Beratungsarbeit in unseren Beratungsstellen, sondern auch Berater*innen Schulungen, Fort- und Weiterbildung, um noch mehr Beratungsstellen eröffnen zu können oder bestehende Beratungsstellen zu unterstützen und zu entlasten. Unsere Beratungsaktivitäten orientieren sich an den Qualitätsrichtlinien des LGBTTIQ-Netzwerks Baden-Württemberg.

Die spezialisierten Beratungsgespräche für transsexuelle, transgender und intersexuelle Menschen sind darauf ausgerichtet, professionelle evidenzbasierte Beratung von transsexuellen, transgender und/oder intersexuellen Berater*innen sichtbar für transsexuelle, transgender und/oder intersexuelle Menschen anzubieten sowie die Beratung bei Fragen zur geschlechtlichen Körperlichkeit, Leiblichkeit inklusive Identität und zur evidenzbasierten Gesundheitsversorgung zu professionalisieren.

Um eine fachlich kompetente Beratung für transsexuelle, transidente, transgender und/oder intersexuelle Menschen und deren Angehörigen zu anzubieten, muss evidenzbasierte medizinische und psychologische Peerberatung einen subjektiven Möglichkeitsraum zur Verfügung stellen, in dem die eigene geschlechtliche Variante bezüglich Körperlichkeit und Leiblichkeit inklusive Identität wie auch die Inanspruchnahme medizinischer psychologischer bzw. rechtlicher Interventionen/Maßnahmen nicht immer wieder neu diskutiert, problematisiert oder gar entwertet werden.

Themen des Beratungsgesprächs können sein: Die eigene Geschlechtsvarianz, die Geschlechtsdysphorie, geschlechtliche Identität, die eigene sexuelle Orientierung, Beratung zu Mobbing und Diskriminierung, Ratschläge und Tipps zu allen Fragen und Belangen transsexuelle Menschen und die Transition betreffend, Informationen und Beratung zu weiterführenden Beratungsangeboten, zur begleitenden Psychotherapie, zu den Hormonen und den Hormonwerten, zu Mode- und Stil, Makeup und Vieles mehr.

Zielgruppe

Unser Peer-Beratungsangebot richtet sich primär an

  • transsexuelle, transidente, transgender und intersexuelle Menschen mit einem Beratungsbedarf bzw. mit Beratungsintentionen, sowie
  • deren Angehörige, Partner_innen und Eltern mit einem Beratungsbedarf bzw. Beratungsintentionen.
    und an alle
  • die im medizinischen, versicherungsmedizinischen, psychologischen oder sozialen Kontext mit transsexuellen, transgender und intersexuellen Menschen zu tun haben,
  • die gezielte Unterstützung suchen und/oder
  • die sich weiterbilden wollen.

Wir bieten außerdem an

  • Sozialpädagogische Begleitung von transsexuellen, transidenten, transgender und intersexuellen Menschen
  • Mail- und Telefonberatung von transsexuellen, transidenten, transgender und intersexuellen Menschen
  • Informationsveranstaltungen für Schulklassen und andere Interessierte
  • Selbsthilfeangebote für transsexuelle, transgender und intersexuelle Menschen
  • Vernetzung von transsexuellen, transidenten, transgender und intersexuellen Menschen mit anderen relevanten Anlaufstellen
  • Kooperation mit Netzwerkpartner*innen
  • Auf Wunsch anonym. Keine Altersbegrenzung bezüglich der Angebote

Unser Angebot ist offen für alle Menschen, die Fragen rund um geschlechtliche Varianten bezüglich Körperlichkeit, Leiblichkeit inklusive Identität sowie anderer Varianten der Geschlechtsentwicklung („Intersexualität“) und der diesbezüglichen evidenzbasierten Gesundheitsversorgung haben. Je nach Bedarf oder Wunsch können die Angebote zum Beispiel als persönliche Einzelgespräche (bzw. als Einzelfallberatung), oder als Gruppenberatungen nach einem evidenzbasierten integrativen Beratungsansatz (Betroffenengruppen oder Angehörigengruppen) erfolgen. Wichtig ist, dass jede Beratung individuell auf den bestehenden Bedarf. Intentionen und Anforderungen abgestimmt ist. Jeder Mensch muss genau die Beratung oder Begleitung erhalten, derer er bedarf.

Alle Peer Beratungen finden mit offiziellen Qualitätsstandards statt. Die Beratungen finden in einem geschützten Raum und unter vier Augen statt. Jede*r die oder der zu uns kommt, kann zu jeder Zeit absolut sicher sein, ernst genommen, akzeptiert und respektiert zu werden. Außerdem unterliegen alle Berater*innen der Schweigepflicht und erhobene Daten hinsichtlich Beratungsqualität und -Zufriedenheit sind immer vollkommen anonym.


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Genereller Kontakt, Terminvereinbarungen bitte per Email, Telefonisch oder per Whatsapp:

Name: Christin Löhner
Mobil: Tel. +49 1590 170 4664   Kontakt über Whatsapp
Email: beratung@vdge.org

Sprechzeiten sind in der Regel: Mo. – Fr. 16:00 – 21:00 Uhr und Sa. + So. 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Die Sprechzeiten können allerdings durchaus variieren, bitte machen Sie einfach mit uns einen Termin aus.

Transsexuelle, transgender und/oder intersexuelle Menschen erleben und erleiden Menschenrechtsverletzungen (hineinreichend bis in den Mikrobereich des Alltags). Gerade dies ist relevant für viele Probleme und Schwierigkeiten im beruflichen, familiären und privaten Bereich. Insbesondere geschlechtliche Körperdiskrepanzen werden ignoriert, das Leiden wird bagatellisiert und die Möglichkeiten geschlechtskongruenten Erlebens werden gesellschaftlich versperrt bzw. behindert. Die geschlechtliche Selbstbestimmung sollte bei der Einordnung von Geschlecht der entscheidende Bezugspunkt sein. Aus diesen Gründen fällt es vielen Betroffenen leichter, sich selbst-betroffenen Therapeut*innen anzuvertrauen, die vergleichbare Erfahrungen gemacht haben.

Um eine fachlich kompetente Beratung für transsexuelle, transgender und/oder intersexuelle Menschen und deren Angehörigen zu anzubieten, muss evidenzbasierte medizinische und psychologische Peerberatung einen subjektiven Möglichkeitsraum zur Verfügung stellen, in dem die eigene geschlechtliche Variante bezüglich Körperlichkeit und Leiblichkeit inklusive Identität nicht immer wieder neu diskutiert, problematisiert oder gar entwertet werden.
Darüber hinaus ist die Vernetzung mit den vielfältigen Selbsthilfegruppen, den anderen Organisationen transsexueller, transgender, intersexueller Menschen und dem Netzwerk LGBTTIQ Baden-Württemberg Grundlage für die Sichtbarkeit der Beratungsstelle wichtig und auch zentral für eine Stärkung der Ratsuchenden. Denn Selbstorganisationen können eine wesentliche Basis sein, um im Alltag zu bestehen und den besonderen Anforderungen an die eigene Lebensgestaltung gerecht zu werden.

Zudem ist es wichtig, immer wieder auch die Herausforderungen und Einschränkungen zu benennen, denen transsexuelle, transgender und intersexuelle Menschen ausgesetzt sind. Aufklärung und Sensibilisierung sind daher ein selbstverständlicher Teil der Aufgaben der Beratungsstellen. Wichtige Unterstützung für Ratsuchende wird erreicht, wenn sie in einer aufgeklärten, respektvollen Gesellschaft leben können, die Raum lässt für selbstbestimmtes Leben und Gemeinschaft ohne Verleugnung oder Abwertung.

Wir sind Mitglied im Beratungsnetzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg

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