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Was ist Transsexualität? Bin ich transsexuell? Wie finde ich heraus ob ich transsexuell bin?

Was ist Transsexualität?

Dieser Artikel ist Teil einer Reihe, die Missverständnisse und Unklarheiten hinsichtlich Transsexualität und dem Problem an sich aufklären soll. Ausserdem soll er aufzeigen, worum es hier geht und wie man selbst für sich entscheiden kann, ob man transsexuell ist oder nicht.

Zunächst müssen wir einmal aufklären, worum es tatsächlich geht.

Uns, hier bei der VDGE e.V., geht es um ein körperliches und leibliches Problem einer Variante der Geschlechtsentwicklung, landläufig auch unter Transsexualität oder Transidentität bekannt. Wir sprechen hier von einer körperlichen Entwicklung, die der von Intersexualität sehr ähnlich ist. Deshalb sprechen wir oftmals auch von einer Variante von Intersexualität.

Nun, was ist Intersexualität? Zitieren wir hier der Einfachheit halber mal den erklärenden Text von Intersexuelle Menschen e.V.:

„Der Begriff Intersexualität bezeichnet biologische Besonderheiten bei der Geschlechtsdifferenzierung. Intersexuelle Körper weisen deshalb Merkmale vom weiblichen und vom männlichen Geschlecht auf.

Es handelt sich also um Menschen, deren geschlechtliches Erscheinungsbild von Geburt an, hinsichtlich der Chromosomen, der Keimdrüsen, der Hormonproduktion und der Körperform nicht nur männlich oder nur weiblich ausgeprägt ist, sondern scheinbar eine Mischung darstellt.

Intersexuelle Menschen sind in erster Linie Menschen. Sie werden von der Medizin jedoch zu „Syndromen“ erklärt. Wir sehen intergeschlechtliche Manschen in erster Linie als natürliche Varianten menschlichen Lebens an.

Die Bandbreite dieser sogenannten Syndrome reicht vom häufig beobachteten CAIS (Complete Androgen Insensitivity Syndrome) und dem selteneren PAIS (Partial Androgen Insensitivity Syndrome) über die reine (Swyer Syndrom) und gemischte Gonadendysgenesie, den 5-Alpha-Reduktase-Mangel und 17-Beta-HSD-Mangel bis hin zum äußerst raren „LH-Rezeptordefekt“ (Leydigzell-Hypoplasie), dem „Hermaphroditismus verus“ und dem CAH (früher AGS). In der Medizin spricht man seit 2005 von DSD (Disorders of sexual development), als „Störung“ und die Diagnosen lauten z.B. XY-DSD oder, XX-DSD. Doch selbst zahlreiche Mediziner befürworten heute die passendere Auslegung von DSD als Differences of Sexual Development, als Variante der Geschlechtsentwicklung.“

Intersexualität ist es also, wenn ein Individuum genetisch und biologisch nicht eindeutig einem Geschlecht zugeordnet werden kann, sondern Merkmale von beiden Geschlechtern aufweist.

Intersexualität wird auch als „Variante der Geschlechtsentwicklung“ bezeichnet.

Unser Problem hier bei der VDGE e.V. ist aber die Transsexualität – oder Transidentität, wie es auch häufig genannt wird.

Das Problem von dem wir hier sprechen, ist ein körperliches und leibliches Problem der Geschlechtsentwicklung, das bereits – wie Intersexualität – im Mutterleib während der Schwangerschaft entsteht. Und wie bei Intersexualität, weisen Menschen mit einer transsexuellen Variante der Geschlechtsentwicklung, Merkmale beider Geschlechter auf. Nur, dass sich bei „uns“ der Körper vollständig zu einem Geschlecht hin entwickelt, das Gehirn sich aber vollständig zum anderen Geschlecht hin entwickelt.

Zitieren wir einmal A.-M. Bao und D. F. Swaab (2011):

„Wir wissen, dass sich die äußeren Genitalien und das Gehirn zu unterschiedlichen Zeiten entwickeln. Die äußeren Genitalien entwickeln sich bereits in den ersten 6 bis 12 Schwangerschaftswochen und können sich in männlicher oder weiblicher Form entwickeln. Wenn sich die Genitalien unter dem Einfluss des Androgen-Testosterons entwickeln, werden sie männlich. Wenn dieser Einfluss nicht zustande kommt, entwickeln sie sich weiblich. Im Vergleich dazu entwickelt sich das Gehirn erst in der zweiten Phase der Schwangerschaft, also ab der 12. Schwangerschaftswoche und steht ebenfalls unter dem Einfluss von Androgen. Wenn zur Zeit der Entwicklung des Gehirns ein hoher Androgengehalt vorliegt, wird es vermännlicht, wenn nicht, wird es verweiblicht. Es ist also klar, dass sich Gehirn und äußere Genitalien unabhängig voneinander entwickeln können.“

Unser Problem ist unter vielen Begriffen bekannt: Trans*- oder Inter*Geschlechtlichkeit, Transgender, Transfrau, Transmann, Trans* und noch so einige mehr.

Alle diese Begriffe haben eines gemeinsam: Sie sind falsch. Denn sie beschreiben unser Problem teilweise sogar schädlich missverständlich:

Begriffserklärung

Transidentität

Die dgti e.V. hat diesen Begriff in ihrem Namen verankert. Nehmen wir diesen Begriff einmal auseinander, dann bekommen wir Trans und Identität.

Der Begriff, bzw. die Vorsilbe „Trans“ kommt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie „hinüber“ oder „jenseitig“, „jenseits“. So weit kann man das ja noch nachvollziehen. Wir sind auf dem Weg, „hinüber“ zum „jenseitigen“. Wir sind also dabei, etwas zu verändern. Wir befinden uns in einer Transition, einem Wandel, Wechsel oder Umbruch.

Schauen wir uns den Begriff „Identität“ an – und fairer Weise müssen wir das zusammen, also in Kombination mit der Vorsilbe „Trans“ tun – so führt uns der erste Weg zur Wikipedia:

„Der Begriff Transidentität (lat. trans „jenseitig“, „darüber hinaus“ und idem „derselbe“, „dasselbe“ „der gleiche“) wird von vielen Menschen synonym zu Transsexualität gebraucht. Transidentität deutet jedoch eher auf die Geschlechtsidentität eines Menschen hin und versucht sich damit von einem Bezug zur Sexualität abzugrenzen. Transidentität beschreibt ein natürlich bedingtes Phänomen, bei dem die Geschlechtsidentität vom Zuweisungsgeschlecht abweicht.“

Hier wird nun von der Geschlechtsidentität gesprochen. Also schon wieder dieses Wort „Identität“. Dann schauen wir uns dieses Wort nun doch einmal – ohne die Vorsilbe Trans – genauer an. Was bedeutet „Identität“?

„Identität (von mittellateinisch identitas, Abstraktum zu lateinisch īdem ‚derselbe‘) ist die Gesamtheit der Eigentümlichkeiten, die eine Entität, einen Gegenstand oder ein Objekt kennzeichnen und als Individuum von anderen unterscheiden. In ähnlichem Sinn wird der Begriff auch zur Charakterisierung von Personen verwendet. Dabei steht psychologisch und soziologisch im Vordergrund, welche Merkmale im Selbstverständnis von Individuen oder Gruppen als wesentlich erachtet werden.“

Es wird klar, dass Identität ein Psychologischer und Soziologischer Begriff ist, oder? Die Identität bildet sich also aus der Gesamtheit sozialer Konstrukte, Erlebnisse und Erfahrungen. Trifft das auf uns zu? Ist unser „Problem“ ein psychologisches Problem? Sind wir geistig nicht ganz richtig im Kopf???

Fairerweise schauen wir uns den Artikel in der Wikipedia über Identität noch einmal genauer an und finden einen weiteren Artikel, einen verwandten Artikel über das Thema „Sexuelle Identität“. Lesen wir uns diesen Artikel durch, wird sofort klar, dass es sich hierbei um die Sexuelle Orientierung, also ob jemand Homosexuell, Bisexuell oder Heterosexuell ist, handelt. Wir sind uns sicher inzwischen einig, dass dies auf uns nicht zutrifft, richtig?

Transsexualität

Na gut, wir haben ja noch den Begriff „Transsexualität„. Ein Begriff, der mit am meisten auf uns verwendet wird und der auch von uns selbst mit am meisten verwendet wird. Aber ist das auch berechtigt? Auch hier steckt wieder der Wandel, der Umbruch durch die Vorsilbe „Trans“ drin. Aber ist unsere „Sexualität“ unser Problem??? Sind wir in einem Wandel unserer Sexualität??

Was ist die Sexualität?

„Sexualität [zɛks-] (sinngemäß „Geschlechtlichkeit“, von spätlat. sexualis; aus lat. sexus „Geschlecht“; vgl. Sex) bezeichnet im engeren biologischen Sinne die Gegebenheit von (mindestens) zwei verschiedenen Fortpflanzungstypen (Geschlechtern) von Lebewesen derselben Art, die nur jeweils zusammen mit einem Angehörigen des (bzw. eines) anderen Typus (Geschlechts) zu einer zygotischen Fortpflanzung fähig sind. Hier dient die Sexualität einer Neukombination von Erbinformationen, die aber bei manchen Lebensformen auch durch der Sexualität ähnliche, nicht polare, Rekombinationsvorgänge ermöglicht wird.

Im sozio- und verhaltensbiologischen Sinne bezeichnet der Begriff die Formen dezidiert geschlechtlichen Verhaltens zwischen Geschlechtspartnern. Bei vielen Wirbeltieren hat das Sexualverhalten zusätzliche Funktionen im Sozialgefüge der Population hinzugewonnen, die nichts mehr mit dem Genomaustausch zu tun haben müssen, so dass dann die handelnden Partner auch nicht unbedingt unterschiedlichen Geschlechts sein müssen.

Im weiteren Sinn bezeichnet Sexualität die Gesamtheit der Lebensäußerungen, Verhaltensweisen, Empfindungen und Interaktionen von Lebewesen in Bezug auf ihr Geschlecht. Zwischenmenschliche Sexualität wird in allen Kulturen auch als ein möglicher Ausdruck der Liebe zwischen zwei Personen verstanden.“

Okay, das ist etwas wissenschaftlich ausgedrückt. Im Prinzip geht es hier eigentlich nur um die Interaktion mit anderen Geschlechtern. Es geht darum, welches andere Geschlecht man sexuell anziehend findet. Es geht um sexuelle Orientierung.

Geht es uns um unsere sexuelle Orientierung? geht es uns darum, ob wir hetero-, homo- oder bisexuell sind? Nein!

Trans*

Trans*… gut, jetzt wird es schwierig. Denn Trans* wurde irgendwann einmal „erfunden“, weil manche kluge Köpfe ebenfalls alle anderen Begriffe als nicht für sich passend empfunden haben. Trans* sollte zwei Dinge verdeutlichen: Zum Einen sollte klar gemacht werden, dass es egal ist, was anstelle des Sternchens steht, zum Anderen sollte es zeigen, dass unser „Problem“ eine Kombination aus allen oben stehenden Begriffen beinhaltet.

Doch jeder dieser Begriffe oben ist eindeutig, meiner Meinung nach, falsch. Und so ist natürlich auch „Trans*“ für uns falsch. Denn eine Kombination aus falschen Begriffen, wird deshalb ja wohl kaum richtiger. (false + false != true)

Ganz davon Abgesehen kann das Problem Transsexualität in Verbindung mit einem Substantiv (Frau, Mann, Mensch) kein eigenes Substantiv sein. Es gibt keine Transfrauen oder Transmänner und schon gar keine Trans*menschen.

Trans ist wenn überhaupt maximal ein Adjektiv so wie schön, blau, groß: Der trans Mensch oder der transsexuelle Mensch. 

Ich habe ein Problem mit meinem Körper. Ich habe eine Fehlbildung meines Körpers.

Geschlechtsinkongruenz

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mit der neuen Version ihres Internationalen Katalogs der Krankheiten, dem ICD 11, schon einen relativ passenden Begriff gefunden, mit dem ich mich abfinden könnte. Denn er beschreibt, dass ich ein Problem mit den Geschlechtsmerkmalen meines Körpers habe, die nicht zu meinem Empfinden, zu meinem Gehirngeschlecht passen wollen. Doch so ganz optimal ist auch dieser Begriff nicht. Denn er beschreibt nicht, woher mein Problem kommt.

Eine Variante der Geschlechtsentwicklung

Wie eingangs erklärt, haben wir ein körperliches und leibliches Problem, das dem der Intersexualität sehr nahe kommt und damit sogar verwandt sein dürfte. Es ist eine Variante von Intersexualität und damit natürlich auch, wie Intersexualität, eine Variante der Geschlechtsentwicklung.

Nur das bei uns eben nicht die Geschlechtsmerkmale „durcheinander“ geraten sind, wie bei Intersexualität, sondern gegengeschlechtlich ausgebildet sind! Unser Kopf hat sich vollständig in die eine Richtung entwickelt, unsere Genitalien jedoch vollständig in eine andere Richtung!

Unser Problem ist also tatsächlich eine ganz normale und immer schon da gewesene „Variante der Geschlechtsentwicklung“, ganz genau so wie auch Intersexualität. Oder auch eine Variante der Intersexualität.

Habe ich eine Variante der Geschlechtsentwicklung?

Wie kann ich für mich selbst herausfinden, ob ich eine transsexuelle Variante der Geschlechtsentwicklung habe? Wie findest Du heraus, ob Dein gefühltes Geschlecht nicht mit dem bei der Geburt eingetragenen Geschlecht übereinstimmt? Wie findest Du heraus, ob Du wirklich diesen schweren und langen Weg gehen musst, oder ob es bei Dir vielleicht doch eher nur ein Fetisch ist, eine Lust oder Laune ist oder ob Du doch nur Travestie betreiben willst, das ganze als Kunst betrachtest und Dich nur aus Spaß an der Show, am Game, dem Anime oder der Aufmerksamkeit wegen verkleiden willst?

ich versuche das zu erst einmal aus meiner Warte zu erklären. Ich zeige Dir zu erst einmal, wie das bei mir war und ist, was ich gefühlt habe und wie ich schlussendlich für mich gemerkt habe, was tatsächlöich mit mir los ist:


Wir alle kennen das: Ein kleiner 5 oder 6-jähriger Junge zieht sich die Hose runter und fummelt an seinem Pimmelmännchen herum. Das ist völlig normal und auch gut so, denn so lernt der kleine Mann sich und seinen Körper kennen.

In meinem Fall lernte ich so, dass bei mir irgendetwas nicht stimmen konnte, ich wusste damals nur noch nicht was.

Ständig und überall wurde ich als Junge eingeordnet. Sei es beim Schulsport, wenn es hieß Jungen gegen Mädchen und ich mich zu den Mädchen hin stellen wollte, oder auf dem Pausenhof, wenn ich viel lieber mit den Mädchen zusammen spielen wollte. Die Themen der Jungs interessierten mich nicht und die Mädchen wollten mich nicht.

„Du gehörst hier nicht her“, „Du bist ein Junge, wir wollen Dich nicht bei uns“. Solche und ähnliche Sprüche musste ich mir ständig anhören und ich verstand das alles zuerst nicht so richtig.

Es schien mir, dass Alles und Jeder gegen mich war und mich nicht verstand. Ständig hatte ich das Gefühl, etwas falsch zu machen und falsch zu sein. Dies führte schon im sehr jungen Kindesalter dazu, dass ich immer vorsichtiger, immer zurückhaltender, immer introvertierter wurde und jegliches Selbstbewusstsein verlor.

Ständig sagten mir alle, ich sei ein Junge und solle mich entsprechend verhalten. Ständig, jede Minute, war mir bewusst, dass ich irgendwie anders war und meine Umwelt mir etwas Falsches eintrichtern wollte. Ich war mir bewusst und absolut sicher, ein Mädchen zu sein.

Jeder sagte mir etwas Anderes und dies sorgte dann natürlich auch für Zweifel in mir selbst und die tiefe, innere Sorge, vielleicht verrückt zu sein.

Hinzu kamen dann natürlich mit der Zeit auch das Mobbing und vor allem das Allein sein. Ich zog mich selbst immer mehr zurück, baute regelrecht eine dicke Mauer des Selbstschutzes um mich herum auf und bekam ständig das Gefühl vermittelt, falsch zu sein, egal wo ich hin ging. Die Mädchen wollten mich nicht, weil ich für sie ein Junge war und die Jungs wollten mich nicht, weil sie mich als „komisch“, „mädchenhaft“, als „Weichei“ und „Mama-Söhnchen“ ansahen.

Niemand wollte mich verstehen – niemand konnte mich verstehen. Mein Gott, nicht einmal ich selbst verstand mich!

Ich wusste nicht, was mit mir los war, ich hatte dafür keinen Namen, keine Bezeichnung, konnte mich nicht erklären. Ich wusste nur, etwas war falsch.

So zogen die Jahre ins Land und jedes Einzelne war verdammt lang und voller Hürden. Aber es sollte noch viel Schlimmer kommen, nur wusste ich das zu dem Zeitpunkt noch nicht.

Ich wurde sieben, acht, neun und ich begann langsam, meinen eigenen Körper kennen zu lernen. Ich musste lernen, dass dieser Zipfel da zwischen meinen Beinen wohl tatsächlich zu einem Jungen gehören musste und ich merkte, dass wohl alle recht haben mussten. Doch dazu stand im krassen Gegensatz das, was ich fühlte und was ich tief in meinem Innersten unumstößlich und sicher wusste: Ich bin ein Mädchen!

Ich wurde elf, zwölf, dreizehn Jahre alt und meine Pubertät begann. Plötzlich bekam ich Haare im Gesicht, womit ich nie gerechnet hatte. Ich kam in den Stimmbruch, meine Stimme senkte sich und was mich mit am aller meisten schockierte, war die Tatsache, dass mir keine Brüste wachsen wollten.

Mir wurde, mit dreizehn Jahren, unumstößlich klar, dass bei mir etwas ganz gewaltig schief gelaufen sein musste und ich nun in diesem falschen Gefängnis eines Jungenkörpers fest saß, obwohl ich doch ganz klar ein Mädchen war.

Mit 14 gab es eine Szene, wo ich mit einem Teppichmesser Zuhause auf meinem Bett saß und mir meinen Penis selbst abschneiden wollte. Nun ja, ich habe es natürlich nicht getan, weil ich Angst hatte vor dem vielen Blut und der Sauerei und so.

So gingen dann die Jahre ins Land, meine Eltern schickten mich im Laufe der Zeit zu verschiedensten Psychologen und Therapeuten, von denen mir keiner helfen konnte oder wollte. Vermutlich verstanden sie selbst nicht, was mit mir los war oder wie es dazu kommen konnte.

Ich begann alles und jeden zu hassen, vor allem aber hasste ich mich selbst. Natürlich merkte man das alles auch an meinen Schulnoten und meine erste Lehre brach ich nach einem halben Jahr ab, weil ich einfach „keinen Bock“ darauf hatte.

Ich gab irgendwo in mir drin meinen Eltern die Schuld für all das und so wurde mein Verhältnis zu ihnen natürlich auch nicht besser. Die Tatsache, dass ich ein Adoptivkind war und meine Adoptiveltern nach meiner Adoption noch zwei eigene Kinder zur Welt brachten, tat sein Übriges und ich sagte mir, dass meine Eltern mich nicht liebten, nicht lieben konnten. Ich wurde extrem bockig, trotzig und immer schwieriger.

Mit 18 bin ich dann von Zuhause abgehauen, weil ich es einfach nicht mehr ausgehalten habe und mein Leben leben wollte. Damals bin ich nach Ulm gekommen, wo ich ganz fürchterlich abgestürzt bin. Mit 22 oder 23 habe ich mich selbst aus diesem Sumpf wieder hervor gekämpft.


Nun, liebe*r Besucher*in, findest Du Dich bereits in dieser Geschichte wieder? Hast Du Ähnliches empfunden, deinen Körper und insbesondere Dein primäres Geschlechtsmerkmal so gehasst wie ich? Hattest Du auch Depressionen wie ich? Warst Du neidisch auf das andere Geschlecht, weil Du immer so sein wolltest wie sie? All das und Vieles mehr sind relativ eindeutige Indikatoren dafür, das Du Transgender bist.

Was wenn das noch nicht eindeutig genug für Dich war? Nun, das ist tatsächlich nicht so einfach. Hierfür gibt es trans*-erfahrene Psychotherapeuten, die auch erst einmal einige Sitzungen mit Dir benötigen, um sich sicher zu sein ob Du trans* bist oder nicht, ob es sich für Dich lohnt, diesen Weg weiter zu gehen oder ob es nicht ein schrecklicher Fehler wäre.

Das wäre auch die absolut zu präferierende Vorgehensweise, anstatt den laienhaften Äußerungen einer anderen Transgender zu vertrauen. Mach einen Termin bei einer trans*-erfahrenen Psychotherapeut*in aus, gehe hin, erzähle ihr oder ihm von Deinen Sehnsüchten, Deinen Wünschen und Gefühlen, erzähle ihr oder ihm davon wie Deine Schulzeit war, Dein bisheriges Leben, erzähle davon, wie der Sex für Dich ist. Aber das Wichtigste: Sei vor allem ehrlich. Ehrlich Dir selbst gegenüber! Denn wenn Du einmal diesen Weg begonnen hast, die Hormone nimmst, dein bisheriges Sexualhormon blockierst und Du dann die Auswirkungen auf Deinen Körper und Deine Psyche bemerkst, ist ein Zurück nur noch sehr schwer möglich – nach der abschließenden Operation denkbar unmöglich.

In Deutschland brauchst Du nicht einmal eine Überweisung von Deinem Hausarzt. Suche Dir einfach eine*n Psychotherapeut*in die oder der definitiv transgender-Erfahrung haben sollte, mache einen Termin aus und gehe hin, vergiss Deine Krankenkassenkarte oder Gesundheitskarte nicht. Die Abrechnung mit der Krankenkasse und Dergleichen mehr, regelt alles die oder der Psychotherapeut*in.

Ich bin sehr gerne bereit dazu, Dir noch weitere Hilfestellung zu geben und Dir mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Oben rechts findest Du den Link zum Impressum, dort findest Du alle Kontaktdaten, die Du nutzen kannst. Telefonisch bin ich am besten ab 16:30 zu erreichen. Unter der Handynummer kannst Du auch per Whatsapp mit mir in Kontakt treten.

 

 

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