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Über den Verein

VDGE e.V. – Vereinigung von Menschen mit Varianten der Geschlechtsentwicklung e.V.

Die VDGE e.V. steht für Hilfe zur Selbsthilfe im Rahmen der evidenzbasierten Gesundheitsversorgung für Menschen mit einer Variante der Geschlechtsentwicklung, landläufig auch unter Intersexualität, Transsexualität oder Transidentität bekannt.

Hilfe zur Selbsthilfe bei Transsexualität, Transidentität, Transgender, Trans*

Mit inzwischen vier Selbsthilfegruppen in Radolfzell, Villingen-Schwenningen, Fulda (Ost-Hessen) und in Homberg (Schwalm-Eder-Kreis) – drei weitere Selbsthilfegruppen sind in RavensburgKempten und Biberach für 2020 geplant – bieten wir echte Hilfe an der Basis. Diese Selbsthilfegruppen treffen sich in einem geschützten und anonymen Rahmen und jede*r kann sicher sein, vor einem Zwangsouting oder Fremdouting geschützt zu sein.

Während dieser Selbsthilfetreffen unterhalten wir uns völlig ungezwungen über Fortschritte oder Probleme, geben Tipps und Ratschläge zur Transition, helfen bei Anträgen oder machen Aktionen wie Schmink- und Makeup-Workshops, Prothesen- oder Epithesen-Präsentationen, Grillfeste und mehr. Sie finden die Termine für unsere Selbsthilfetreffen in unserem Kalender 2020.

Die VDGE e.V. hat im gesamten Bodenseeraum und weit darüber hinaus offizielle Peer-Beratungsstellen eingerichtet. Diese Kontakt- und Beratungsstellen wurden eingerichtet in Kooperation und mit der Unterstützung der Deutschen Gesellschaft für Health Consumer Ethics (DGHCE), des Customer Health Network Switzerland (CHNS), des JBI Centre for Evidenced Based Gender Health Care (TU Darmstadt, Universität Frankfurt a.M., Universität Rostock und evangelische Hochschule Darmstadt) und des Landesnetzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg.Transsexualität transsexuell Transidentität transident transgender trans transfrau transmann
Die spezialisierten Beratungsstellen für transsexuelle, transgender und intersexuelle Menschen sind darauf ausgerichtet, professionelle, evidenzbasierte Beratung von transsexuellen, transgender und/oder intersexuellen Berater*innen sichtbar für transsexuelle, transgender und/oder intersexuelle Menschen anzubieten sowie die Beratung bei Fragen zur geschlechtlichen Körperlichkeit, Leiblichkeit, inklusive Identität und zur evidenzbasierten Gesundheitsversorgung zu professionalisieren.

Um eine fachlich kompetente Beratung für transsexuelle, transgender und/oder intersexuelle Menschen und deren Angehörigen zu anzubieten, muss evidenzbasierte medizinische und psychologische Peerberatung einen subjektiven Möglichkeitsraum zur Verfügung stellen, in dem die eigene geschlechtliche Variante bezüglich Körperlichkeit und Leiblichkeit inklusive Identität wie auch die Inanspruchnahme medizinischer psychologischer bzw. rechtlicher Interventionen/Maßnahmen nicht immer wieder neu diskutiert, problematisiert oder gar entwertet werden.

Unser Angebot ist offen für alle Menschen, die Fragen rund um geschlechtliche Varianten bezüglich Körperlichkeit, Leiblichkeit inklusive Identität sowie anderer Varianten der Geschlechtsentwicklung („Intersexualität“) und der diesbezüglichen evidenzbasierten Gesundheitsversorgung haben.

Je nach Bedarf oder Wunsch können die Angebote zum Beispiel als persönliche Einzelgespräche (bzw. als Einzelfallberatung), oder als Gruppenberatungen nach einem evidenzbasierten integrativen Beratungsansatz (Betroffenengruppen oder Angehörigengruppen) erfolgen. Wichtig ist, dass jede Beratung individuell auf den bestehenden Bedarf, Intentionen und Anforderungen abgestimmt ist. Jeder Mensch muss genau die Beratung oder Begleitung erhalten, derer er bedarf.

Alle Peer Beratungen finden mit offiziellen Qualitätsstandards statt. Die Beratungen finden in einem geschützten Raum und unter vier Augen statt. Jede*r die oder der zu uns kommt, kann zu jeder Zeit absolut sicher sein, ernst genommen, akzeptiert und respektiert zu werden. Außerdem unterliegen alle Berater*innen der Schweigepflicht und erhobene Daten hinsichtlich Beratungsqualität und -Zufriedenheit sind immer vollkommen anonym.

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Transidentität, Transgender, Transsexualität, Transfrau, Transmann, Trans*, Geschlechtsinkongruenz, Variante der Geschlechtsentwicklung, ………….

Ein Beitrag von Christin Löhner

Die einen nennen es so, die anderen so. Manchen ist es offenbar lieber, es wird als psychische Eigenart oder als Krankheit dargestellt, andere wollen wissen, dass es ein körperliches oder leibliches Problem ist. Viele sagen, es sei ihre Identität, andere sagen, es sei ihre Sexualität, manche sagen, es ist keines von all dem. Einige andere behaupten, es wurde uns anerzogen, manche sagen, es ist uns angeboren.

Das Bundesministerium für Familie und Soziales hat im Regenbogenportal etwas Interessantes geschrieben:

Transsexuell, transident, transgender,  transgeschlechtlich – warum so viele Bezeichnungen?

In der öffentlichen Wahrnehmung ist für die Vielfalt an Selbstverständnissen von trans* Menschen oft kein Platz. Wenn ein “Trans…”-Begriff fällt, taucht in vielen Köpfen ein Standardmodell auf und bestimmt das weitere Handeln – oft zum Schaden der Menschen, die von diesem Bild abweichen. Das ist einer der Gründe, warum trans* Menschen ihre Verschiedenheit auch sprachlich sichtbar machen wollen. Ein weiterer Grund ist, dass sie Ersatz für diskriminierende Bezeichnungen suchen.

Dass es überhaupt Begriffe braucht, liegt an einer stillschweigenden und verbreiteten Vorannahme: Dass alle Menschen sich mit dem Geschlecht identifizierten, das bei der Geburt eingetragen wurde. Transgeschlechtlichkeit erscheint dann als Sonderfall, der mit einem eigenen Namen versehen werden muss.”

Ich hatte hierzu ja vor gar nicht langer Zeit bereits einen Beitrag geschrieben, der eigentlich aufklären sollte. Natürlich enthielt dieser Beitrag auch wieder nur meine eigene Meinung. Trotzdem hatte ich sehr, sehr gute Gründe und Erklärungen drin, warum ich dieser Meinung bin. Nun, es scheint nicht viel Klarheit gebracht zu haben. Vielleicht bin ich auch ein zu kleines Licht, als dass andere auf mich hören würden… Deshalb versuche ich hier nun noch ein mal kurz zu erklären, was meiner Meinung nach, richtig ist. Glücklicherweise stehe ich mit dieser Meinung aber auch nicht ganz alleine da, denn es gibt einschlägige Studien und Abhandlungen, die meine Meinung untermauern. Ganz davon abgesehen, ist es irgendwie auch der gesunde Menschenverstand und ein bisschen Logik, die mich zu diesem Schluss, zu dieser Meinung hin führen.

Ja, auch ich habe früher diesen Fehler gemacht! Ja, auch ich nannte mich früher eine Transfrau und dieser Blog hier hieß früher transmensch.de und ist auch nach wie vor über diese Domain erreichbar. Die Kunst ist es, Fehler einzugestehen und zu korrigieren. (Siehe weiter unten beim Begriff “Trans*”)

[Direkt zur Erklärung springen, warum “Variante der Geschlechtsentwicklung” der einzig richtige Begriff für uns ist…]

Gehen wir doch einfach noch einmal die ganzen Begriffe im Einzelnen durch:

Transidentität

Die Deutsche Gesellschaft für Transidentität und Intersexualität e.V. oder auch kurz die dgti e.V., hat diesen Begriff in ihrem Namen verankert. Doch wird er dadurch richtiger?

Letzten Samstag waren meine Frau und ich, zusammen mit sieben Weiteren meiner Schützlinge aus meiner Selbsthilfeinitiative, in Frankfurt auf der Trans* Tagung der dgti e.V.  Jeder Mensch dort, egal ob es ein Vortragender Mensch., also ein*e Referent*in oder Dozent*in war oder ein*e Besucher*in, sprach die ganze Zeit nur von Transmenschen, Transfrauen, Transmänner und von Transidentität. Ich glaube, andere Begriffe wie zum Beispiel Transsexualität, sind die ganze Tagung über nicht gefallen.  Doch werden diese Begriffe dadurch richtiger? Nein!

Nehmen wir diesen Begriff einmal auseinander, dann bekommen wir Trans und Identität.

Der Begriff, bzw. die Vorsilbe “Trans” kommt aus dem Lateinischen und heißt so viel wie “hinüber” oder “jenseitig”, “jenseits”. So weit kann man das ja noch nachvollziehen. Wir sind auf dem Weg, “hinüber” zum “jenseitigen”. Wir sind also dabei, etwas zu verändern. Wir befinden uns in einer Transition, einem Wandel, Wechsel oder Umbruch.

Schauen wir uns den Begriff “Identität” an – und fairer Weise müssen wir das zusammen, also in Kombination mit der Vorsilbe “Trans” tun – so führt uns der erste Weg zur Wikipedia:

“Der Begriff Transidentität (lat. trans „jenseitig“, „darüber hinaus“ und idem „derselbe“, „dasselbe“ „der gleiche“) wird von vielen Menschen synonym zu Transsexualität gebraucht. Transidentität deutet jedoch eher auf die Geschlechtsidentität eines Menschen hin und versucht sich damit von einem Bezug zur Sexualität abzugrenzen. Transidentität beschreibt ein natürlich bedingtes Phänomen, bei dem die Geschlechtsidentität vom Zuweisungsgeschlecht abweicht.”

Hier wird nun von der Geschlechtsidentität gesprochen. Also schon wieder dieses Wort “Identität”. Dann schauen wir uns dieses Wort nun doch einmal – ohne die Vorsilbe Trans – genauer an. Was bedeutet “Identität”?

“Identität (von mittellateinisch identitas, Abstraktum zu lateinisch īdem ‚derselbe‘) ist die Gesamtheit der Eigentümlichkeiten, die eine Entität, einen Gegenstand oder ein Objekt kennzeichnen und als Individuum von anderen unterscheiden. In ähnlichem Sinn wird der Begriff auch zur Charakterisierung von Personen verwendet. Dabei steht psychologisch und soziologisch im Vordergrund, welche Merkmale im Selbstverständnis von Individuen oder Gruppen als wesentlich erachtet werden.”

Es wird klar, dass Identität ein Psychologischer und Soziologischer Begriff ist, oder? Die Identität bildet sich also aus der Gesamtheit sozialer Konstrukte, Erlebnisse und Erfahrungen. Trifft das auf uns zu? Ist unser “Problem” ein psychologisches Problem? Sind wir geistig nicht ganz richtig im Kopf???

Fairerweise schauen wir uns den Artikel in der Wikipedia über Identität noch einmal genauer an und finden einen weiteren Artikel, einen verwandten Artikel über das Thema “Sexuelle Identität”. Lesen wir uns diesen Artikel durch, wird sofort klar, dass es sich hierbei um die Sexuelle Orientierung, also ob jemand Homosexuell, Bisexuell oder Heterosexuell ist, handelt. Wir sind uns sicher inzwischen einig, dass dies auf uns nicht zutrifft, richtig?

Also, ist der Begriff “Transidentiät” richtig oder falsch?

Meiner Meinung nach, ist er eindeutig falsch und beschreibt unser “Problem” nicht, bzw. auf eine völlig falsche Weise.

Transgender

Der Begriff “Transgender” ist ein wenig komplizierter. Der Grund hierfür ist, dass er eigentlich von Vielen Menschen als Oberbegriff genutzt wird und zum Beispiel auch Transvestitismus, Travestie, Crossdresser und Damenwäscheträger mit einschließen soll. Es ist also für Viele ein Sammelbegriff für ein Sammelsurium von Eigenarten die eigentlich Fetische sind oder aus Spaß, der Show wegen, der Kunst oder Kunstform wegen gemacht werden. Ich denke, wir sind uns einig, dass unser Problem sicherlich kein Fetisch ist und wir uns sicherlich nicht aus Spaß verkleiden.

Manche Menschen verwenden diesen Begriff aber auch für sich selbst. Sie bezeichnen sich selbst als Transgender. Sie verwenden den begriff “Transgender” um sich als Person zu beschreiben.

Deshalb schauen wir doch einmal, was uns dieser Begriff dann so sagen will. Die Vorsilbe Trans hatten wir oben bereits geklärt. Mit der Vorsilbe Trans, befinden wir uns also auch hier in einem Wandel, einem Umbruch. Bleibt der zweite Begriff, der in diesem Wort mit drin steckt: “Gender“. Was ist Gender? Auch hier bemühen wir noch einmal die deutsche Wikipedia:

“Gender (englisch gender ˈdʒɛndɐ, „soziales Geschlecht“) ist ein Begriff in den Sozialwissenschaften und bezeichnet Geschlechtseigenschaften, welche eine Person in Gesellschaft und Kultur beschreiben. Für das Wort „Gender“ gibt es kein genuin deutsches Äquivalent, darum wurde es in die deutsche Sprache übernommen. Das Ende des 20. Jahrhunderts erstmals geisteswissenschaftlich-philosophisch beschriebene „Gender“ steht in Abgrenzung zu den biologischen Geschlechtern (engl. sex, „Geschlecht“) des Menschen. Es beschreibt die nicht an biologische Merkmale gebundenen Geschlechtsaspekte der Menschen.”

Uhhh…. also noch falscher kann es kaum noch werden, was meinst Du?

Also, ist der Begriff “Transgender” richtig oder falsch?

Meiner Meinung nach, ist er eindeutig falsch und beschreibt unser “Problem” nicht, bzw. auf eine völlig falsche Weise.

Transsexualität

Na gut, wir haben ja noch den Begriff “Transsexualität“. Ein Begriff, der mit am meisten auf uns verwendet wird und der auch von uns selbst mit am meisten verwendet wird. Aber ist das auch berechtigt? Macht das diesen Begriff richtiger?

Auch hier steckt wieder der Wandel, der Umbruch durch die Vorsilbe “Trans” drin. Aber ist unsere “Sexualität” unser Problem??? Sind wir in einem Wandel unserer Sexualität??

Was ist die Sexualität?

“Sexualität [zɛks-] (sinngemäß „Geschlechtlichkeit“, von spätlat. sexualis; aus lat. sexus „Geschlecht“; vgl. Sex) bezeichnet im engeren biologischen Sinne die Gegebenheit von (mindestens) zwei verschiedenen Fortpflanzungstypen (Geschlechtern) von Lebewesen derselben Art, die nur jeweils zusammen mit einem Angehörigen des (bzw. eines) anderen Typus (Geschlechts) zu einer zygotischen Fortpflanzung fähig sind. Hier dient die Sexualität einer Neukombination von Erbinformationen, die aber bei manchen Lebensformen auch durch der Sexualität ähnliche, nicht polare, Rekombinationsvorgänge ermöglicht wird.

Im sozio- und verhaltensbiologischen Sinne bezeichnet der Begriff die Formen dezidiert geschlechtlichen Verhaltens zwischen Geschlechtspartnern. Bei vielen Wirbeltieren hat das Sexualverhalten zusätzliche Funktionen im Sozialgefüge der Population hinzugewonnen, die nichts mehr mit dem Genomaustausch zu tun haben müssen, so dass dann die handelnden Partner auch nicht unbedingt unterschiedlichen Geschlechts sein müssen.

Im weiteren Sinn bezeichnet Sexualität die Gesamtheit der Lebensäußerungen, Verhaltensweisen, Empfindungen und Interaktionen von Lebewesen in Bezug auf ihr Geschlecht. Zwischenmenschliche Sexualität wird in allen Kulturen auch als ein möglicher Ausdruck der Liebe zwischen zwei Personen verstanden.”

Okay, das ist etwas wissenschaftlich ausgedrückt. Im Prinzip geht es hier eigentlich nur um die Interaktion mit anderen Geschlechtern. Es geht darum, welches andere Geschlecht man sexuell anziehend findet. Es geht um sexuelle Orientierung.

Geht es uns um unsere sexuelle Orientierung? geht es uns darum, ob wir hetero-, homo- oder bisexuell sind?

Also, ist der Begriff “Transsexualität” richtig oder falsch?

Meiner Meinung nach, ist er eindeutig falsch und beschreibt unser “Problem” nicht, bzw. auf eine völlig falsche Weise.

Trans*

Trans*… gut, jetzt wird es schwierig. Denn Trans* wurde irgendwann einmal “erfunden”, weil manche kluge Köpfe ebenfalls alle anderen Begriffe als nicht für sich passend empfunden haben. Trans* sollte zwei Dinge verdeutlichen: Zum Einen sollte klar gemacht werden, dass es egal ist, was anstelle des Sternchens steht, zum Anderen sollte es zeigen, dass unser “Problem” eine Kombination aus allen oben stehenden Begriffen beinhaltet.

Doch jeder dieser Begriffe oben ist eindeutig, meiner Meinung nach, falsch. Und so ist natürlich auch “Trans*” für uns falsch. Denn eine Kombination aus falschen Begriffen, wird deshalb ja wohl kaum richtiger. (false + false != true)

Meine eigene Selbsthilfeinitiative heißt Trans* Selbsthilfegruppen Hegau e.V.. Und auch mein Blog hieß vorher transmensch.de, ich nannte mich Transfrau und tgirl. Alles Abwandlungen von Trans*.

Doch ich habe für mich gelernt, dass all diese Begriffe für mich nicht zutreffend sind. Denn ich habe kein Problem mit meiner Psyche. Ich habe kein Problem mit meinem sozialen Geschlecht, meiner Identität und ich habe kein Problem mit meiner Sexualität oder sexuellen Orientierung.

Ich habe ein Problem mit meinem Körper. Ich habe eine Fehlbildung meines Körpers. Und genau dafür gilt es, einen passenden Namen zu finden:

Geschlechtsinkongruenz

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat mit der neuen Version ihres Internationalen Katalogs der Krankheiten, dem ICD 11, schon einen relativ gut passenden Begriff gefunden, mit dem ich mich abfinden könnte. Denn er beschreibt, dass ich ein Problem mit den Geschlechtsmerkmalen meines Körpers habe, die nicht zu meinem Empfinden, zu meinem Gehirngeschlecht passen wollen.

Doch so ganz optimal ist auch dieser Begriff nicht. Denn er beschreibt nicht, woher mein Problem kommt.

Und genau hier steigen einige relevante, renommierte und evidenzbasierte Studien und Abhandlungen ein, die das “Problem” das wir haben, viel besser erklären und dem ganzen auch endlich eine Herkunft und einen Sinn geben:

Mein Fazit:

Eine Variante der Geschlechtsentwicklung

Dieser Begriff, “Variante der Geschlechtsentwicklung” ist nicht neu. Er wird benutzt um eine bestimmte Entwicklung im Mutterleib zu beschreiben:

Intersexualität ist die Bezeichnung für eine bestimmte Variante der körperlichen Entwicklung des Fötus im Mutterleib. Intersexuelle Menschen werden mit einem Körper geboren, deren Genitalien, Gonaden, Chromosomen und/oder Hormone den medizinischen Geschlechterrollen von Mann und Frau widersprechen, etwa eine wesentlich größere Klitoris, innen liegende Hoden, Ovarien die vermehrt Androgene produzieren, ein unerwarteter Chromosomensatz, ein Mikropenis, eine Harnröhre die unter dem Penis oder durch die Klitoris verläuft, das Fehlen eines Vaginalkanals oder eines Uterus. Es ist eine normale Variante der Geschlechtsentwicklung.

Laut einiger evidenzbasierten medizinischen und wissenschaftlichen Studien und Abhandlungen und in diesem Zusammenhang vor allem auch laut A.-M. Bao und D. F. Swaab (2011) entsteht unser “Problem” folgendermaßen:

“Wir wissen, dass sich die äußeren Genitalien und das Gehirn zu unterschiedlichen Zeiten entwickeln. Die äußeren Genitalien entwickeln sich bereits in den ersten 6 bis 12 Schwangerschaftswochen und können sich in männlicher oder weiblicher Form entwickeln. Wenn sich die Genitalien unter dem Einfluss des Androgen-Testosterons entwickeln, werden sie männlich. Wenn dieser Einfluss nicht zustande kommt, entwickeln sie sich weiblich. Im Vergleich dazu entwickelt sich das Gehirn erst in der zweiten Phase der Schwangerschaft, also ab der 12. Schwangerschaftswoche und steht ebenfalls unter dem Einfluss von Androgen. Wenn zur Zeit der Entwicklung des Gehirns ein hoher Androgengehalt vorliegt, wird es vermännlicht, wenn nicht, wird es verweiblicht. Es ist also klar, dass sich Gehirn und äußere Genitalien unabhängig voneinander entwickeln können.”

Transidentität, Transgender, Transsexualität, Transfrau, Transmann, Trans* oder auch Geschlechtsinkongruenz sollen also alle nur eine Sache erklären und bezeichnen:

Die Ähnlichkeit der Entwicklung des Fötus im Mutterleib zur Intersexualität!

Nur das bei uns eben nicht die Geschlechtsmerkmale “durcheinander” geraten sind, wie bei Intersexualität, sondern gegengeschlechtlich ausgebildet sind! Unser Kopf hat sich vollständig in die eine Richtung entwickelt, unsere Genitalien jedoch vollständig in eine andere Richtung!

Unser Problem ist also tatsächlich eine ganz normale und immer schon da gewesene “Variante der Geschlechtsentwicklung”, ganz genau so wie auch Intersexualität. Oder auch eine Variante der Intersexualität.

Intersexualität hat nur den entscheidenden Vorteil, dass 95% der Bevölkerung weiß, worum es sich dabei dreht und dass bei 95% der Bevölkerung kein Zweifel daran besteht, dass “Intersexualität” zusätzliche Chomosomen oder eine Fehlbildung der Fortpflanzungswerkzeuge bedeutet.

Bei Transsexualität denken diese 95% der Bevölkerung jedoch komischerweise immer zuerst an die sexuelle Orientierung wie Heterosexualität, Homosexualität oder Bisexualität.

Warum also dann nicht das Kind beim eigentlichen Namen nennen???

Ich habe im Mutterleib eine Variante der Geschlechtsentwicklung durchgemacht, die dafür gesorgt hat, dass mein Geschlecht, also das, was ich für mich als stimmig und richtig empfinde, sich von meinen Fortpflanzungswerkzeugen unterscheidet.

Ich bin nicht transsexuell, transident oder transgender. Ich bin auch kein Transmensch, keine Transfrau und kein TGirl.

Ich habe eine körperliche Fehlbildung, die ich zu korrigieren versuche. Ich habe eine Variante der Geschlechtsentwicklung.

 


 

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